Leonardo da Vinci Mobilität für Berufsbildungspersonal

Interkulturelles Training für Experten der Hauswirtschaft (VETPRO)

Das Projekt InHomeEx (DE/11/LLP/LdV/VETPRO/283483) war überaus erfolgreich, sowohl bei der Entwicklung kultureller Kompetenz als auch in der Bereitschaft Austausch sowohl für bremische als auch finnische Auszubildende und Fachkräfte zu fördern und zu fordern. Dieses entspricht dem aktuellen Bildungsauftrag im Sinne des Diversity Managements, da in Deutschland die Bedarfe an Fachpersonal der hauswirtschaftlichen Abteilungen in bspw. Pflegeeinrichtungen schon jetzt weitgehend über ungelernte und angelernte Kräfte - oftmals mit Migrationshintergrund- abgedeckt werden. Prognostiziert ist eine sich ausweitende Versorgungslücke an Fachkräften. Für Führungskräfte in der Hauswirtschaft braucht es neue Qualifizierungsbausteine, um die Qualität der Versorgungs- und Betreuungsleistungen langfristig zu gewährleisten (vgl. auch EU-Pilotprojekt EAC-2012-0633 ECVET for Elderly Care, an dem das SZN wesentlich beteiligt ist). Die Evaluation von InHomEx zeigt, dass die Stärkung der interkulturellen Kompetenzen durch einen Fortbildungsaufenthalt im Ausland erfolgsversprechendes Modell ist.

Im Zuge des InHomEx-Projektes konnten in Bremen viele neue Kooperationspartner für die Mobilitätsprojekte gefunden werden. Die Bereitschaft, unsere bremischen Auszubildenden sowie ausländische Praktikanten bei den Mobilitätsprojekten zu unterstützen und zu betreuen ist spürbar gestiegen. Ebenso konnten finnische Ausbilder und Fachkräfte aus Hauswirtschaft und Pflege viel besser in Einrichtungen untergebracht und betreut werden- die Bereitschaft an gemeinsamen formellen und informellen Anlässen teilzunehmen ist spürbar gestiegen.

Dieser Trend soll weiter gestärkt und verstärkt werden. So hat die Fachschule für Hauswirtschaft auch in diesem Jahr ein Qualifizierungsprojekt für das Berufsbildungspersonal beantragt. Ziele des Projektes sind zum einen

- das Erfolgreiche beizubehalten: interkulturelle Kompetenz entwickeln und

- es Effizient zu erweitern: Ausbildertätigkeiten optimieren.

Neuer Schwerpunkt ist die effizientere Gestaltung der Ausbildungstätigkeiten, der Arbeitsprozesse, der Beurteilungsverfahren und der Lerndokumentation und eine höhere Identifikation mit der Ausbilderrolle. Hierzu ist die Reflektion des eigenen Ausbilderverhaltens und Rollenbildes notwendig. In der Fremde und ohne Zwänge des beruflichen Alltags besteht eine erhöhte Bereitschaft, andere Konzepte wahrzunehmen, zu reflektieren und auch für sich zu akzeptieren.

Diese Qualitätsverbesserung in der Ausbildung überträgt sich auch auf die Arbeit mit angelernten und ungelernten Kräften mit Migrationshintergrund und hilft somit indirekt dem antidiskriminierenden Ansatz des Diversity Managements.