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Zusammenfassung des LEONARDO DA VINCI Mobilitätsprojektes 2010-2012

 

12 Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr ihrer dualen Ausbildung zur Hauswirtschafterin haben in finnischen Betrieben 6 Wochen lang gearbeitet. Bei den Betrieben handelte es sich um Einrichtungen der Schulverpflegung, Betriebsverpflegung, Senioreneinrichtung und einem Internatsbetrieb. Die Betriebe wurden von der finnischen Partnerorganisation OMNIA, Vocational College in Espoo, ausgewählt.

 

Die Vorbereitung fand in der Berufsschule statt, die Teil des Ausbildungskonzepts der Berufsschule für den Lernortwechsel im Ausbildungsverbund ist. Die sprachliche Vorbereitung in fachbezogenem Englisch begann mit dem ersten Ausbildungsjahr und wurde in der Vorbereitungsphase verstärkt. Ein finnischer Sprachkurs wurde durchgeführt, um Grundkenntnisse der Sprache zu vermitteln. Die kulturelle Vorbereitung auf das Land und die Sprache begann drei Monate vor der Ausreise. Der Schwerpunkt in der Vorbereitung lag auf einem interkulturellen Training zur Schulung der Selbst- und Fremdwahrnehmung, dem Konfliktmanagement in interkulturellen Situationen und dem Umgang mit Kulturschock. Die fachliche Vorbereitung auf die europäischen Berufsbildungsziele, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Europa und Unterschiede im Berufsbildungssystem erfolgte im Politikunterricht.

 

Ziel war es eine Lernergebniseinheit/Unit zu erproben. Da die Lernergebnisse sowohl Teil des Berufs Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter in Deutschland als auch Teil der Ausbildung in Finnland (Household and consumer services) waren, kannten die Partner sie und waren in der Lage geeignete Betriebe auszuwählen und den Erfolg des Aufenthalts zu beurteilen. Am Ende des Auslandsaufenthalts wurde die Unit durch eine Skills Demonstration in dem finnischen Betrieb überprüft, bewertet und dokumentiert. So wurden die in einem geordneten und abgestimmten Rahmen erbrachten Leistungen anrechenbar gemacht. Für die Skills Demonstration wurde ein Bewertungsbogen ausgearbeitet.

 

Die Auszubildenden haben nach der Rückkehr in einer Präsentation über die positiven Erfahrungen und Arbeitsbedingungen berichtet. Sie haben alle den europass Mobilität erhalten.

 

Dieses Mobilitätsprojekt ist Teil der Zusatzqualifikation “Interkulturelle Handlungsfähigkeit” nach § 9 BBiG, die die teilnehmenden Auszubildenden zusätzlich erwerben können und von der Zuständigen Stelle (Kammer) zertifiziert bekommen.

 

Die Beschäftigung mit dem DQR und ECVET war sehr intensiv und gewinnbringend für die didaktische Gestaltung der Ausbildung. Zwei Lehrkräfte des SZN waren Mitglieder der Taskforce Hauswirtschaft des Berufsverbandes, der sich zur Aufgabe gemacht hatte für alle hauswirtschaftlichen Berufe Lernergebnisse zu formulieren, um anschließend jede Qualifikation einer Niveaustufe des DQR zuzuordnen. Diese Arbeit wurde inzwischen abgeschlossen und veröffentlicht unter (http://www.dghev.de/files/dgh_DQR%20Berufe%20der%20Hauswirtschaft_Langfassung.pdf)