Projekt Hin-Ecvet.de – IVT (Zielgruppe Erstausbildung )
im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen
LEONARDO DA VINCI Mobilität 2013-2015

Im Projekt Home Economics in ECVET wurden vom 25.8.2013 bis 11.4.2015 Arbeitsaufenthalte in Finnland oder der Schweiz für Auszubildenden (Azubis) zum/zur Hauswirtschafter/in  vom Schulzentrum Neustadt (SZN) organisiert. 45% der Azubis der letzten 3 Jahrgänge profitierten von der Chance ihre berufliche Handlungskompetenz zu erweitern. 15 Azubis arbeiteten für 2-6 Wochen in Betrieben in der Region Espoo bzw. Luzern.

Ziel war die Mobilität und Flexibilität der Azubis gemäß den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu fördern,
die Attraktivität der Ausbildung zu erhöhen und
die Reflexionsfähigkeit als Basis für lebenslanges Lernen zu stärken.
Der intensive Lernprozess aus formellem und informellem Lernen wurde mit dem europass Mobilität zertifiziert und konnte auf die Ausbildungszeit voll angerechnet werden.

Für das Projekt wurden nach den ECVET-Prinzipien ein Pool von vier gleichwertigen Lernergebniseinheiten (LEE) auf dem DQR/EQF Niveau 4 in Kooperation zwischen SZN, Omnia (FI) und BBZN (CH) formuliert und erprobt.
1. Reinigen und pflegen von Textilien
2. Reinigen, pflegen und gestalten von Räumen
3. Speisenservice und/oder Speisenausgabe
4. Speisen und Getränke personenbezogen zubereiten

Diese LEE's wurden in Form von Lernjournalen, Beurteilungsbögen und Reflexionsgesprächen dokumentiert und validiert. Neben der Zertifizierung mit dem europass Mobilität besteht die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt die Zusatzqualifikation “Interkulturelle Handlungsfähigkeit” nach §9 Berufsbildungsgesetz zu erwerben.

Die Azubis partizipierten im Bewerbungsverfahren individuell an der Schwerpunktsetzung für ihren Arbeitsaufenthalt und Lernprozess, in dem sie erworbene bzw. zu fördernde Kompetenzen in einer Stärken-Schwächen-Analyse darlegten. So konnte zielgerichtet eine entsprechende LEE ausgewählt werden. In Abhängigkeit von dem Gastland und potentiellen betrieblichen Lernorten wurden Betriebe ausgewählt sowie Vereinbarungen in Absprache zwischen betreuender Bremer Lehrkraft, betrieblichem Ausbilder im Gastland bzw. Tutor und Azubi getroffen.

Die Azubis verbesserten ihre Kenntnisse über die Berufsausbildung in der Hauswirtschaft im europäischen Raum und ihre fachsprachlichen bzw. Englisch-Kenntnisse durch die Integration in betriebliche Strukturen.
Als persönlichen Gewinn bezeichneten die TN: gestärktes Selbstbewusstsein, mehr Selbständigkeit, Stolz auf Durchhaltevermögen. Diese Vorteile wollen sie in beruflicher und privater Hinsicht nachhaltig nutzen.

 

Am 16.Juli 2015 wurde 7 Teilnehmer/innen im Rahmen der Freisprechung zur/zum Hauswirtschafter/in der europass Mobilität überreicht.

 

 

 Stimmen der Teilnehmer/innen 2014:

 

Wenn ich an Finnland denke, dann denke ich an die schöne Zeit, die wir alle zusammen erlebt haben: schöne Ausflüge und leckeres Essen…

Die Menschen waren sehr nett und freundlich zu uns, dadurch sind wir als Gruppe noch mehr zusammen gewachsen.

 

 

Wenn ich an meinen Arbeitsaufenthalt in Finnland denke,

erinnere ich mcih an das gemütliche Arbeitstempo, an lustige Deutsch-Englische-Gespräche und tolle Erfahrungen!

 

Wenn ich an Finnland denke, muss ich an die Zugfahrten denken, wo wir die Durchsagen nie verstanden haben.

…und wo die Busse nur angehalten haben, wenn wir die Hand rechtzeitig rausgestreckt haben mit unserer Monatskarte.

 

Wenn ich an Finnland denke,

dann denke ich an herzliche und hilfsbereite Menschen & Kollegen. Komisch war, dass man im Betrieb (Großküche) immer für alles Handschuhe tragen musste.

 

 

Wenn ich an meine Arbeit in Finnland denke,

fällt mir ein, wie verwundert ich war, dass sich das Personal noch vor den Gästen am Büffet bedienen durfte.

 

Wenn ich an Finnland denke,

denke ich an die wunderschöne Natur und dass Straßen und Orte immer sauber aussahen.